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Folie 1

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Title: Folie 1 Author: Daniel Leimbeck Last modified by: Pitatheepan Yogeswaran Created Date: 10/27/2006 4:18:12 PM Document presentation format: Bildschirmpr sentation – PowerPoint PPT presentation

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Tags: folie | meningitis

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Transcript and Presenter's Notes

Title: Folie 1


1
Impfungen
2
Impfungen
Grippe-Virus Reservoir
3
Hausarztpraxis M. Leimbeck / M.
Klapsch - Gemeinschaftspraxis - Facharzt für
Allgemeinmedizin / Facharzt für Innere
Medizin

Geriatrie (Altersheilkunde)
/ Internist Umweltmedizin
/
Notfallmedizin Suchtmedizin.
Grundversorgung Braunfels-Philippstein,
Lindenstrasse 2, 06442 / 6208 www.hausarzt-braunfe
ls.de
4
Impfungen
Impfplan der Ständigen Impfkommission bei der
Bundesregierung (STIKO)
5
55
5
Impfungen
  • Grundlagen
  • Impfkritik
  • Empfehlungen (STIKO)
  • Aktuelles
  • Reise-Impfungen

6
Impfungen Teil I
  • Grundlagen
  • ? Was ist wie wirkt eine Impfung
  • ? aktive passive Impfung
  • ? Impfkritik Ergebnisse d. Impfprogramme
  • Empfehlungen (STIKO)
  • ? Kinder
  • ? Erwachsene

7
Impfungen Teil II
  • Aktuelles
  • Grippe, Pneumokokken
  • Reise-Impfungen
  • Ausblick

Grippe-Virus
Roter Sand
8
Impfungen - Teil I
?
  • Nur wer ausreichend über Schutzimpfungen und die
    Krankheiten, die sie verhindern sollen,
    informiert ist, kann eine richtige Entscheidung
    für sich oder seine Kinder treffen.
  • Der Piks kann Leben retten. Trotzdem haben nur
    (zu?) wenige einen "Komplettschutz".
  • Auch Erwachsene kommen an Impfungen nicht vorbei.
  • Natürlich kann es unerwünschte Wirkungen geben
    aber grundsätzlich gilt Impfschäden sind selten.

9
Impfungen
?
  • Besonders wichtig sind Impfungen
  • durch die gefährliche und rasche Zunahme der
    Resistenz vieler Krankheitserreger gegen
    Medikamente
  • wie Antibiotika (zB Penicilline), Mittel
    gegen Pilzerkrankungen, Anti-Tuberkulosemittel
    (!!) und der sowieso
    schon geringen Zahl an Wirkstoffen gegen
    Viruserkrankungen,
  • wodurch unsere Heilungsmöglichkeiten
    eingeschränkt und bedroht sind und heilbare oder
    verhütbare Krankheiten (wieder) gefährlich werden.

10
Impfungen
?
  • Geschichte der Impfmethode Der Grieche
    Thukydides (400 v. Chr.) beschrieb als erster das
    Prinzip der aktiven Immunisierung. Ihm war
    aufgefallen, dass einige Athener, die eine
    Pesterkrankung überlebt hatten, bei späteren
    Pestepidemien nicht mehr erkrankten! Man brachte
    auch schon in den alten Kulturen Asiens Menschen
    absichtlich mit Schorf und Flüssigkeitsprodukten
    von pockentypischen Hauterscheinungen in
    Berührung.
  • Dieser Vorgang wird als Variolation
    bezeichnet. In Europa wurde die Variolation erst
    zu Beginn des 18. Jahrhunderts durch den
    schottischen Arzt Maitland eingeführt.
  • Damit war bereits das Prinzip der
    Aktivimpfung entdeckt Der bewusst und
    gezielt herbeigeführte Kontakt des gesunden
    Körpers mit einem natürlich vorkommenden
    Krankheitserreger schützt vor einer echten
    Infektion.

11
Impfungen
?
  • Geschichte der
  • Impfmethode

Darstellung eines Poliokranken, Ägypten 18.
Dynastie1403 - 1365 v. Chr.
12
Impfungen
?
  • Geschichte der Impfmethode Edward Jenner die
    (Kuh-) Pocken waren nur der Anfang Das Prinzip
    der Impfung wird auf den
    englischen Wissenschaftler Edward Jenner
    zurückgeführt, der im 18.
    Jahrhundert erstmals einen
    8-jährigen Jungen gegen Pocken
    immunisierte.

13
Impfungen
?
  • Geschichte der Impfmethode

Das Durchstehen der Kuhpocken (eine beim Menschen
leicht verlaufende Rinderkrankheit) macht gegen
weitere Ansteckungen durch die (Menschen-) Pocken
weitgehend immun.

Jenner (1749 - 1823) experimentierte mit diesem
Wissen und infizierte im Jahr 1796 einen Jungen
mit den Kuhpocken.
Im Anschluss war
der Junge gegen die gefährlichen Pocken
(Tödlichkeit ca. 30, Überlebende durch Narben
schwer entstellt) immun.

Da der
Impfstoff von Kühen stammte, nannte Jenner seinen
Impfstoff Vaccine (lat. vacca Kuh heute
Vakzine geschrieben daraus abgeleitet
Vakzination für die Technik der Immunisierung).
Rasche
Verbreitung dieser ersten modernen Art der
Impfung gegen die Menschenpocken in Europa

Ursachen der Infektionskrankheiten
, Seuchen und Epidemien weiterhin unbekannt !
14
Impfungen
?
  • Geschichte der Impfmethode

an Pocken erkranktes Kind
15
Impfungen
?
  • Geschichte der Impfmethode

Louis Pasteur formulierte 1864 die Keimtheorie,
Robert Koch erbrachte 1876 den Nachweis der
Krankheitserreger von Milzbrand und
1881 den Nachweis des
Tuberkulose-Bakteriums.
Diese Entdeckung gilt als
der endgültige Beweis der Existenz bakterieller
Krankheitserreger.
16
Impfungen
?
  • Geschichte der Impfmethode

Milzbrand-Erreger (Mikroskop)
Mycobakterium tuberculosis
Robert Koch, ca.1882
17
  • Geschichte der Impfmethode

?
Lungen-Tbc
Haut-Milzbrand
Lungen-Tbc, Sektor-Infiltrat, Kavernen
1.Rö-befund einer Tbc, 1901
Pocken, D, Anfang
20.Jhdt.
Lymphknoten-Tbc
18
Impfungen
?
  • Geschichte der Impfmethode

Schüler von Koch und Pasteur bauten das Konzept
weiter aus. Pasteur gemeinsam mit Emile Roux
Impfstoffe gegen Milzbrand (1881) und Tollwut
(1885). Paul Ehrlich, Emil von Behring und
Shibasaburo Kitasato 1890 passive Impfung gegen
Diphtherie und Wundstarrkrampf (Tetanus). Mit
der Entwicklung von Impfstoffen begannen ab dem
Ende des 19. Jahrhunderts die ersten nationalen
Impfprogramme. Allerdings kam es durch
Verunreinigungen in frühen Impfstoffen auch zu
Unfällen wie dem Lübecker Impfunglück 1930
(Bacillus Calmette-Guérin).
Mit dem diesem
Fall folgenden Prozess beginnt das moderne
Medizinrecht.
19
Impfungen
?
  • Geschichte der Impfmethode

Lübecker Impfunglück 1930 Bei der Einführung
der BCG-Schutzimpfung gegen Tuberkulose kam es
1930 in Lübeck zum größten Impfunglück des 20.
Jahrhunderts. Insgesamt starben 77 Kinder
infolge kontaminierten Impfstoffes an
ausgedehnter Tbc weitere 131 Impflinge
erkrankten schwer. Aufgrund
dieses Unglücks wurde die Einführung der
BCG-Impfung in Deutschland bis nach dem 2.
Weltkrieg verzögert. Wegen niedriger Prävalenz
in D, zu geringem Impfschutz der BCG-Methode
der möglichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen
entschloss sich die STIKO (Ständige
Impfkommission bei der Bundesregierung) 1998, die
BCG-Impfung nicht mehr zu empfehlen
20
Impfungen
?
  • Geschichte der Impfmethode

Tollwut
Diphtherie
Pat. m. Rabies ,1959
Tetanus (Brasilien, 1999)
21
Impfungen
?
  • Geschichte der Impfmethode

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wurden
systematisch zahlreiche weitere Impfstoffe gegen
Infektionskrankheiten entwickelt beispielsweise
von Jonas Salk und Albert Sabin gegen
Kinderlähmung (Polio) in D keine
Schluckimpfung mehr wg. für ca. 10 Tg.
infektiösen Stuhls m. Gefahr d. Impf-Polio nur
noch Spritz-Impfung (IPV) sowie gegen
Gelbfieber durch Max Theiler seit 1967 werden
unter der Schirmherrschaft der
Weltgesundheitsorganisation (WHO)

weltweite Impfprogramme aufgelegt.
Gelbfieber-Übertragung erfolgt durch Mücke der
Gattung Aedes
Polio-Schluckimpfung
Polio, Nepal
22
Impfungen
?
  • Geschichte der Impfmethode
  • Heute gt
    (WHO) keine Pocken mehr lt
  • Erreger genau dosiert verabreichbar
    jeweilige Erreger werden
    abgetötet oder abgeschwächt oder man verwendet
    nur einzelne Bestandteile
    Nebenwirkungen z.T. sehr selten geworden.
  • Weniger neue Impfstoffe, dafür verbesserte
    Versionen der alten in Entwicklung (zB um
    Reinheit zu verbessern, Nebenwirkungen zu
    verringern, Ansprechraten zu erhöhen).
  • Aussichtsreich neue Impfungen gegen Helicobacter
    pylori, (Haupterreger von Magengeschwüren)
    und gegen
    Herpes-simplex-Infektionen.

23
Impfungen
?
  • Geschichte der
  • Impfmethode
  • Heute

aktuelle WHO-Programme gelten der Ausrottung von
Masern Polio
Polio, Nepal
24
Impfungen
?
  • Geschichte der Impfmethode Heute
  • In EU USA seit 06 Impfstoff gegen Rotaviren
    (Erreger schwerer Durchfallerkrankungen
    bei Säuglingen
    Kleinkindern) zugelassen.
  • Die FDA ließ im Frühjahr/Sommer 06 in USA
    Impfstoff gegen bestimmte
    Papillomaviren zu
    (Genitalwarzen, Gebärmutterhalskrebs).
  • Dieser Impfstoff (Zulassung in EU erwartet) neben
    dem gegen Hepatitis B
    ein zweiter, der zur
    Prävention bestimmter Krebsarten dient !

  • Vorausgesagte neue Impfungen gegen Aids, einige
    Krebsarten, Malaria, Creutzfeldt-Jakob,
    Borreliose, Reisedurchfall (E.coli), die in EU
    vorherrschenden Meningokokken Typ b in nächster
    Zeit keiner zu erwarten.

25
Impfungen
?
  • Geschichte der Impfmethode
    Heute
  • Weltweit sind sich die Fachleute einig
  • ca. 20 aller Krebserkrankungen
    sind infektiös
    bedingt (!),
  • ließen sich also mit dem Einsatz von
    Anti-Infektiva
    oder vorbeugenden Impfungen
    behandeln bzw. vorbeugend vermeiden !

26
Impfungen
?
  • Geschichte der Impfmethode, Wirkung der Impfung
  • Generell bei Impfungen zwei Varianten

  • die aktive und die passive Impfung.

?
?
27
Impfungen
?
  • Wirkung der Impfung
  • Die aktive Impfung ("klassische" Methode) der
    Körper wird einem Bestandteil eines Virus bzw.
    einer Bakterie, seinem Toxin oder einem
    vollständigen Erreger ausgesetzt,

    der durch bewusste Veränderung zu schwach ist,
    um noch eine Krankheit auszulösen,
    jedoch noch stark genug, um Immunität,
    also Abwehrkraft des Immunsystems, gegenüber dem
    eigentlichen Schädling zu bewirken.

) Totimpfung (Totimpfstoff) oder Lebendimpfung
(Lebendimpfstoff)
28
Impfungen
?
  • Wirkung der Impfung
  • Die passive Impfung unterscheidet sich von der
    aktiven dadurch,
    dass das Immunsystem
    unterstützt wird, nicht herausgefordert,
    weswegen
    solche Impfungen dann gegeben werden,
    wenn es für eine aktive Immunisierung bereits zu
    spät sein könnte bzw. ist also zB im
    Krankheitsfall.

29
Impfungen
?
  • Ziel der Aktivimpfung
  • Aufbau eines körpereigenen Schutzes vor
  • Krankheitserregern,
  • Vorbeugung einer Infektion,
  • Nachahmung einer Infektion (gegen deren
  • Erreger der Körper Abwehrstoffe
  • Antikörper produziert).

30
Impfungen
?
  • Ziel Wirkweise der Aktivimpfung
  • Prozess dauert in der Regel ein bis zwei Wochen,
  • Antikörper oft üb. Jahre/Jahrzehnte wirksam
    nachweisbar
  • Erinnerungszellen (B-Lymphozyten) können bei
    erneutem Kontakt mit dem Erreger jederzeit wieder
    Antikörper nachproduzieren (Körper bildet selbst
    Antikörper, ist also aktiv).

31
Impfungen
?
  • Ziel Wirkweise der Aktivimpfung

32
Impfungen
?
  • Ziel der Passivimpfung
  • Auch Prinzip der passiven Immunisierung in der
    Natur angewandt
  • Schon in der Gebärmutter Übertragung von
    Antikörpern der Mutter auf das Kind Schutz vor
    vielen Krankheiten in den ersten Lebenswochen
    (Nestschutz)

Nestschutz
33
Impfungen
?
  • Ziel Wirkweise der Passivimpfung
  • Spritzen fremder Antikörper gegen jeweiligen
    Erreger
  • Antikörper stammen vom Menschen oder von Tieren,
    die ihrerseits aktiv geimpft wurden und
    Antikörper gebildet haben
  • Antikörper gegen Bakteriengifte, Viren oder
    tierische Gifte wie Schlangen-, Skorpion-,
    Spinnengifte (Impfserum, Antiserum)

?
34
Impfungen
?
  • Ziel Wirkweise der Passivimpfung
  • Antikörper meist dann verabreicht, wenn sich der
    Körper bereits mit dem Erreger infiziert hat und
    für eine aktive Immunisierung nicht mehr genügend
    Zeit bleibt.
    gt Gespritzte
    Antikörper sofort wirksam lt
  • Werden allerdings vom Körper abgebaut (maximaler
    Impfschutz nach passiver Impfung drei Monate)
    eigenes Immunsystem nicht beteiligt, also
    "passiv". Wegen der enthaltenen Eiweißstoffe (
    wirksame Abwehrstoffe) besteht hier eine deutlich
    höhere Allergierate !

35
Impfungen
?
  • Ziel Wirkweise der Passivimpfung

Poolen von bis zu 20.000 Blutspenden
36
Impfungen
Impfungen sind wirksam
Deutsch Ost-Afrika
37
Impfungen
Impfungen sind wirksam
Nepal
38
Impfungen
  • Simultanimpfung
  • ? Man kann die aktive und passive Impfung in
    vielen Fällen auch kombinieren.
  • ? Versuch, einen schnell einsetzenden
    Sofortschutz durch passive Impfung und eine lang
    anhaltende Dauerimmunität durch aktive Impfung zu
    erreichen.
  • ? Solche Simultanimpfungen werden beispielsweise
    bei Tetanus- und Tollwutgefahr verabreicht.

39
Impfungen
  • Simultanimpfung

Tetanus
40
Impfungen
  • Zeitliche Abstände

41
Impfungen
?
  • Zeitliche Abstände
  • (innerhalb einer Impfung)
  • Oft mehrere Impfungen notwendig, um lang
    andauernden und zuverlässigen Impfschutz zu
    erhalten
  • ? Zunächst Grundimmunisierung je nach
    Krankheit/Impfung regelmäßiges Auffrischen mit
    einzelner Impfung
  • ? Einmal begonnene Grundimmunisierung kann auch
    noch nach Jahren vervollständigt werden !

42
Impfungen
?
  • Zeitliche Abstände
  • (innerhalb einer Impfung)
  • Haben Sie zum Beispiel als Kind nicht die
    vollständige Anzahl der Impfungen bekommen,
    reicht es aus, wenn Sie die Grundimmunisierung
    als Erwachsener komplettieren.
  • Sie müssen die Grundimmunisierung nicht wieder
    von vorne beginnen. Zwar waren Sie die
    vergangenen Jahre nicht ausreichend geschützt,
    Sie sind es aber wieder für die nächsten Jahre.
  • Das gleiche gilt, wenn die Grundimmunisierung
    zwar abgeschlossen wurde, Sie jedoch die
    Auffrischimpfung verpasst haben.

43
Impfungen
?
  • Zeitliche Abstände
  • (innerhalb einer Impfung)
  • Wenn Sie nicht genau wissen wie viele Impfungen
    Sie bekommen haben Lassen Sie die nötigen
    Impfungen komplett mit Grundimmunisierung
    durchführen.
  • Selbst wenn Sie bereits einen Impfschutz
    besitzen, schaden zusätzliche Impfungen i. a.
    nicht. Bei manchen Impfungen kann man anhand
    einer Blutprobe feststellen, ob Sie geschützt
    sind (Bestimmung des Impftiters).
  • ) Maß für die Immunität des Körpers gegen eine
    bestimmte Krankheit nach einer vorausgegangenen
    Impfung. Dabei Bestimmung der Konzentration der
    im Blut vorhandenen Antikörper gegen den
    jeweiligen Erreger teuer, selten notwendig,
    empfohlen zB bei Hep.-Impfung Röteln-Test für
    Schwangere bzw. Frauen in gebärfähigem Alter ohne
    Röteln-Impfung.

44
Impfungen
?
  • Zeitliche Abstände
  • (innerhalb einer Impfung)
  • Wichtig die zeitlichen Mindestabstände zwischen
    den einzelnen Impfungen einhalten!
  • Verkürzte Impfschemata (zB vor dringenden oder
    Last-minute-Reisen) gibt es zwar
    sie bieten aber keinen so
    effektiven und keinen so lang anhaltenden Schutz.

45
Impfungen
?
  • Zeitliche Abstände
  • (zwischen verschiedenen Impfungen)
  • Besonders vor Reisen fallen häufig mehrere
    verschiedene Impfungen an.
  • Informieren Sie sich deshalb
    mindestens sechs Wochen vor Reisebeginn
    über Ansteckungsgefahren und
    nötige Impfungen in Ihrem Zielgebiet.
  • Viele Impfungen kann man zwar gleichzeitig
    impfen, manche brauchen aber einen gewissen
    Abstand zu anderen.

!
46
Impfungen
  • Zeitliche Abstände
  • (zwischen verschiedenen Impfungen)
  • Totimpfstoffe keine Zeitabstände, weder zu
    anderen Tot- noch zu Lebendimpfstoffen.
  • Lebendimpfstoffe können gleichzeitig geimpft
    werden
  • falls nicht gleichzeitig verabreicht
    Abstand von mindestens vier Wochen einzuhalten
  • zu Totimpfstoffen muss kein Abstand
    eingehalten werden.

47
Impfungen
  • Zeitliche Abstände
  • (zwischen verschiedenen Impfungen)
  • Passive Impfungen enthalten Abwehrstoffe (
    Antikörper), die Lebendimpfstoffe
    inaktivieren können.
  • Lebendimpfungen daher mindestens 2 Wochen vor
    einer Passivimpfung.
  • Nach einer Passivimpfung solange warten, bis
    ihre Wirkung verloren gegangen ist, bevor
    entsprechende Lebendimpfung verabreicht wird (in
    der Regel 3 Monate).

48
Impfungen
  • Impfungen während Schwangerschaft
  • Prinzipielles Risiko während der Schwangerschaft,
    das ungeborene Kind durch Impfungen zu schädigen.
  • Deshalb nur wirklich dringende Impfungen in
    der Schwangerschaft durchführen.

    Möglichst keine Impfungen
    während erstem Schwangerschaftsdrittel.
  • Unbedenklich Diphtherie - FSME (passiv) Hep.
    A (passiv) - Tetanus
  • Schwangere sollte/muss gegen Tetanus geimpft sein
    (Erreger überall auf der Welt / an jedem Ort zu
    finden)
    Mutter überträgt ihre Tetanus-Abwehrstoffe
    ( Antikörper) auf das Kind, schützt das
    Neugeborene damit vor einer Infektion (
    Nestschutz) meist Auffrischung der
    Tetanus-Impfung in Kombination mit der Impfung
    gegen Diphtherie.

49
Impfungen
  • Impfungen während Schwangerschaft
  • gtgt Kontraindiziert Gelbfieber - Masern
    Mumps - Röteln - Windpocken
  • Diese Lebendimpfstoffe sind noch in geringem Maße
    vermehrungsfähig. Für die Mutter sind sie
    ungefährlich, das Kind können sie
    jedoch schädigen.
  • Strenge Risiko-Nutzen-Abwägung In jedem
    einzelnen Fall Nutzen für Mutter gegen Risiko
    für Ungeborenes abzuschätzen Cholera, FSME
    (aktiv), Grippe (Influenza), Hepatitis A (aktiv),
    Hepatitis B, Japanische Enzephalitis, Tollwut,
    Kinderlähmung (Polio), Meningokokken,
    Pneumokokken, Typhus

?
?
50
Impfungen
?
  • Tot- und Lebendimpfstoffe
  • Bei Entwicklung aktiver Impfstoffe zwei Dinge
    wichtig 1. der Impfstoff muss dem Erreger der
    jeweiligen Infektionskrankheit möglichst ähnlich
    sein (denn der Körper soll anhand dieses Vorbilds
    Abwehrstoffe (Antikörper) bilden, die den echten
    Erreger abfangen können)
    2.
    keine Schädigung des menschlichen Organismus.
  • Grundsätzlich zwei Arten von Impfstoffen
    die Tot- und die Lebendimpfung.
    Welche Art der Impfung
    verwendet wird, hängt unter anderem von den
    speziellen Eigenschaften des Erregers ab.

51
Impfungen
?
  • Tot- und Lebendimpfstoffe
  • Totimpfstoffe Cholera, Diphtherie, FSME, Grippe
    (Influenza), Hepatitis A B, Hib (Haemophilus
    influenzae b), Japanische Enzephalitis, Tollwut,
    Tetanus (Wundstarrkrampf), Polio
    (Kinderlähmung), Pertussis (Keuchhusten),
    Meningokokken, Pneumokokken, Typhus-Spritzenimpfun
    g
  • Totimpfstoffe entweder ganze abgetötete
    Erreger oder Bruchstücke oder nur das Gift
    können sich also weder vermehren noch die
    Krankheit auslösen.
  • Vorteil in der Regel geringere Nebenwirkungen zu
    erwarten als bei Lebendimpfstoffen heute die
    meisten Impfungen
  • Nachteil Impfschutz lässt mit der Zeit nach
    muss regelmäßig aufgefrischt werden manchmal
    bereits nach wenigen Jahren (FSME), manchmal erst
    nach vielen Jahren (Tetanus/Diphtherie)

52
Impfungen
?
  • Tot- und Lebendimpfstoffe
  • Lebendimpfstoffe Gelbfieber, Masern, Mumps,
    Röteln Typhus-Schluckimpfung, Windpocken
  • Lebendimpfstoffe sehr geringe Mengen
    lebender abgeschwächter Keime können sie sich
    zwar noch vermehren, die Krankheit aber nicht
    mehr auslösen außer bei Immungeschwächten
  • Vorteil lebenslanger Schutz nach
    Grundimmunisierung bei manchen Lebendimpfungen
  • Nachteil zwar selten, aber möglich Impfung
    ruft ähnliche Beschwerden wie die Krankheit
    selbst hervor diese
    fallen in der Regel schwach aus und dauern wenige
    Tage an

    im Vgl. zu früher heutige Lebendimpfungen sehr
    gut verträglich kontraindiziert bei
    Schwangerschaft

53
Impfungen
?!
  • Wann darf man impfen wann nicht ??
  • Eine Gegenanzeige ( Kontraindikation) ist ein
    Umstand, bei dem man ein bestimmtes Medikament,
    Nahrungsmittel oder sonstigen Wirkstoff nicht
    anwenden darf.
  • Beispiele
  • - Allergien / Unverträglichkeiten
    (Milch-/Hühnereiweiß, Penicillin, Nüsse/Kiwi,
    Nickel in Schmuck/Hosenknopf, Farb-/
    Konservierungsstoffe etc)
  • - besondere Umstände (akute Infektion,
    Immunschwäche Schwangerschaft/Stillzeit,
    bestimmte Medikamente etc)

54
Impfungen
?!
  • Wann darf man impfen wann nicht ??
  • gt Kontraindikationen lt
  • Akute, schwere, fieberhafte Erkrankungen (zB
    Otitis media, eitrige Tonsillitis, Pneumonie),
    fortschreitende Erkrankungen des
    Zentralnervensystems,
    schwere Abwehrschwäche (zB
    Immunsuppression, Chemo-/Radiotherapie,
    auszehrende
    Erkrankungen/Krebs) etc
  • sind absolute oder relative Kontraindikationen

55
Impfungen
?!
  • Wann darf man impfen wann nicht ??
  • Folgende Fälle eher keine Gegenanzeige
  • ? Geringe Temperaturerhöhung bei leichten
    Infekten
  • ? Kontakt des Impflings mit Menschen, die
    möglicherweise ansteckende Krankheiten haben
    trotzdem genaues Abwägen
  • ? Ein in der Familie des Impflings bekannter
    Fall von Epilepsie (ein Kind, das zu
    Krampfanfällen oder Fieberkrämpfen neigt, kann
    nach einer Impfung einen solchen Anfall erleiden
    Risiko vermeidbar durch vorbeugende Gabe Fieber
    senkender Medikamente)

56
Impfungen
?
?!
  • Wann darf man impfen wann nicht ??
  • Folgende Fälle eher keine Gegenanzeige
  • ? Hautausschlag oder eng begrenzte Entzündung
    der oberflächl. Haut
  • ? Behandlung mit Antibiotika, niedrig dosiertem
    Kortison oder kortisonhaltigen Salben/Cremes
  • ? Die Mutter des Impflings ist schwanger
  • ? Personen mit angeborenen oder erworbenen
    Immundefekten Totimpfstoffe möglich
  • ? Gelbsucht bei Neugeborenen

57
Impfungen
?
?!
  • Wann darf man impfen wann nicht ??
  • Folgende Fälle eher keine Gegenanzeige
  • ? manche chronische Krankheiten, besonders
    diejenigen, denen durch Impfung vorgebeugt werden
    kann, können besonders schwer verlaufen in
    diesem Fall ausführliche ärztliche Beratung
  • ? nicht fortschreitende Erkrankungen des
    zentralen Nervensystems
  • ? Frühgeborene Impfung unabhängig vom
    Geburtsgewicht Grundlage der Impfung ist das
    Alter

58
Impfungen
  • gtgt Grundsätzlich gilt
  • Das Impfprinzip ist der Natur abgeschaut nutzt
    oder ahmt biologische Prozesse nach.
  • Besser ein 80- oder 90-prozentiger Schutz, als
    gar keiner.ltlt

59
Impfungen
Impfkritik oder Warum man kritischer
Impfbefürworter sein sollte
60
Impfungen
Impfkritik
Kontroverse Einstellungen zu Impfungen finden
sich bereits
mit der Einführung des ersten Impfstoffes
Anfang des 19. Jahrhundert, der
sich gegen die Pocken
richtete. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sind
bis zu 5 der deutschen Bevölkerung Impfgegner
oder -kritiker.
Ihre Argumentation ist häufig
alternativmedizinisch orientiert,
häufig
wenig naturwissenschaftlich fundiert und häufig
nicht nach objektiven Statistiken und
Studienergebnissen ausgerichtet.  
Impfkritische Meinungen sind auch oftmals durch
religiöse oder esoterische Hintergründe
motiviert.
61
Impfungen
Impfkritik
Von Impfgegnern zu unterscheiden Impfkritiker
keine
prinzipielle Ablehnung von Impfungen
stattdessen eigene
Ansichten über Zeitpunkt,
Impfstrategie, Wirksamkeit, Sicherheit oder
Nebenwirkungen. Impfschadensberichte (sehr
häufig Einzelfallberichte) führen zu starker
Verunsicherung mancher Menschen (insbesondere
junger Eltern) - bis hin zur Impfverweigerung.
Angst vor Impfschäden,
Misstrauen gegenüber staatlichen Einrichtungen,
Pharmaindustrie und der Wissenschaftsmedizin
sowie auch Unwissen und Unsicherheit tragen dazu
bei.
62
Impfungen
Impfkritik
Die Kritikpunkte der Impfgegner lassen sich im
Wesentlichen in drei
Gruppen zusammenfassen 1. Wirksamkeit Ein
Nachweis über die Wirksamkeit von Impfungen
fehle, der wissenschaftlichen Kriterien
standhalte. 2. Nebenwirkungen Es gebe
Krankheiten Spätfolgen gebe, die als
Nebenwirkungen von Impfungen gesehen werden
können (als Spätfolgen aufgeführt Allergien,
Asthma, Autismus, Kriminalität, Homosexualität,
HIV, plötzlicher Kindstod) 3. Neutralität der
Datenlage wg. des Interessenkonfliktes zwischen
den Empfehlungen der Pharmaunternehmen und ihrem
Profit hieraus.
63
Impfungen
Impfkritik
Zu 1. Nachweis der Wirksamkeit ergibt sich schon
alleine durch
die absolut nüchterne Betrachtung der
Statistiken. Zu 2. Nebenwirkungen Spätfolgen
werden permanent über neutrale Meldesysteme im
5-Jahres-Rhythmus überwacht. STIKO-Empfehlung
bedeutet eine zum jeweiligen Zeitpunkt hohe
Sicherheit (Staatsempfehlung, gewisser
Versorgungsanspruch) basierend auf Versuchsreihen
m. vielen tausenden Probanden .
Beispiel Allergien sind nach dem
Ende der Impfpflicht der DDR in Ostdeutschland
exponentiell angestiegen. Zu 3. Neutralität
WHO,CDC, RKI, DESTATIS sind absolut neutrale
nüchterne Beobachter, Auswerter
Wissenschaftler erste US-Rotavirus-Vakzine oder
auch Hexavac wurden zB nach kurzem vom Markt
genommen auch Impfgegner verdienen sehr gut an
ihrer Gegnerschaft
64
Impfungen
Impfkritik
Prof. Ulrich Heininger, Leiter der Abteilung für
Infektiologie und Vakzinologie am
Universitätskinderspital in Basel Dass 2005
insgesamt 25 Todesfälle nach einer Impfung
gemeldet wurden, darunter viele bei Säuglingen
und Kleinkindern, sei eher nicht auffällig. Etwa
eines von 2000 Lebendgeborenen stirbt vor seinem
ersten Geburtstag plötzlich und unerwartet, die
meisten davon im Alter von zwei bis sechs
Monaten, sagt er. Da just in diesem Alter
allerdings auch drei Impfungen stattfänden,
bleibe es aus rein statistischen Gründen nicht
aus, dass auch einmal ein Kind kurz nach einer
Impfung stirbt. In den allermeisten Fällen
beruht der Zusammenhang mit einer Impfung auf
purer zeitlicher Koinzidenz.
65
Impfungen
Impfkritik
Dr. Jean Elmiger schreibt in seinem Buch

"Die wiederentdeckte Medizin" folgendes Es
werde zu früh geimpft. Es würden zu viele
Impfstoffe gleichzeitig zugeführt. Es würde zu
oft aufgefrischt. Es werden auf tierischem
Eiweiß gezüchtete Impfstoffe benutzt, die
obendrein chemische Zusätze (zB
Konservierungsmittel, Stabilisatoren ML)
enthalten und die Allergien hervorrufen können
gt Diskussionswürdig bedenkenswert lt
66
Impfungen
Impfkritik - Zwischenfazit 1
Diskussion sehr belastet durch Dogmen und
Ideologie. Natürlich gibt es leider unerwünschte
Arzneimittelwirkungen/Nebenwirkungen und
Impfschäden meist durch Nicht-Beachten von
Gegenanzeigen oder zeitlichen Abständen sowie
durch (zufälliges) zeitliches Zusammenfallen von
Symptomen und Erkrankungen. Eine Auflistung
gesicherter, möglicher Impffolgen veröffentlicht
und aktualisiert das Robert-Koch-Institut ständig
(www.rki.de)
67
Impfungen
Impfkritik Zwischenfazit 2
Faustregel (am Bsp. Masern) Alles in allem zeigt
die nüchterne Statistik
(Destatis Statistisches Bundesamt und
Paul-Ehrlich-Institut Bundesamt für Sera,
Impfstoffe, Gentherapie), dass die
Wildkrankheiten etwa eine Nebenwirkung auf 1000
Erkrankungen verursachen und die Impfungen etwa
einen Impfschaden auf 1.000.000 Impfungen
(der Sicherheits- und Schutzfaktor beträgt
also etwa 1000).
?
68
Impfungen
Impfkritik Zwischenfazit 3
Impfmüdigkeit Durch Impfmüdigkeit (Ablehnung
od. Vernachlässigung empfohlener Schutzimpfungen)
treten manche Krankheiten wieder vermehrt
auf. Insbesondere werden Termine zur Nachimpfung
nicht wahrgenommen. Deshalb immer wieder lokale
Epidemien von Infektionskrankheiten, zB in NRW
2006 Masern-Epidemie mit gt 2000 (zT Schwer-)
Erkrankten !! Daher erklärtes Ziel der
Gesundheitsbehörden, Grundimmunisierungen
Auffrischimpfungen flächendeckend durchzuführen,
um Impfschutz der Bevölkerung aufrecht zu
erhalten.
69
Impfungen
Impfkritik Zwischenfazit 4
If you dont like the vaccine,
try the disease
Etwa Wenn Du keine Impfung möchtest, dann
probiere die Krankheit
70
Impfungen
Impfkritik Statistik Realität
Historischer Vergleich jährlicher Infektionsfälle
in den USA vor nach
der Einführung von Impfprogrammen
(Quelle The Scientist)
Diphtherie 
175.885  (1922) 1 (1998) Haemophilus
Influenzae B      20.000  (1982) 54
(1998) Keuchhusten   
147.271 (1925) 6.279 (1998) Masern 
 503.282 (1962)
89 (1998) Mumps 
 152.209 (1968) 606 (1998) Pocken 
 48.164 (1904)
0 (1998) Röteln 
47.745 (1968) 345 (1998)
71
Impfungen
Impfkritik Statistik Beispiel Masern
Komplikationsrate   Komplikationsrate bei
Erkrankung  nach Impfung 
Masern
Exanthem 98 5, abgeschwächt
Fieber    98, meist hoch 3 bis 5, sehr selten hoch
Fieberkrämpfe 7 bis 8 1
Verminderung der Blutplättchen 1/3000 1/30.000 bis 1/50.000
Enzephalitis 1/100010.000 gt1/1.000.000
Letalität 1/100020.000 0
typ. Hauterscheinungen bei Masern
lt.WHO in 2004 gt450.000 maserntote Kinder global
72
Impfungen
Impfkritik Statistik Beispiel Masern
Keine harmlose Krankheit Masernepidemie mit
tödlichen Folgen   In Holland erkrankten im
vergangenen Jahr innerhalb eines Zeitraumes von
rund 10 Monaten 2961 Personen, vorwiegend Kinder
im Alter von 1 bis 9 Jahren an Masern. Jede
sechste betroffene Person erlitt teils schwere
Komplikationen und 3 Kinder im Alter von 2, 3 und
17 Jahren starben infolge der Maserninfektion.
Zeitungsmeldung
Die Masernwelle in NRW 2006 zeigt, wie wichtig
die Impfungen sind.
typ. Hauterscheinungen bei Masern
73
Impfungen
Impfkritik Statistik Beispiel Masern
NRW 2006
Zu kleineren regionalen Ausbrüchen kommt es zwar
immer wieder, doch eine Masernepidemie, wie sie
2006 Nordrhein-Westfalen heimsuchte, gab es lange
nicht mehr. Mit der 19. Kalenderwoche ist die
Zahl der Masernfälle dort auf mehr als 1100
angeschwollen Fast drei Monate kämpfte das Land
mit dem Masern-Virus. Nicht einmal die
Schulferien konnten die Infektionswelle stoppen.
Drei Kinder wurden mit einer lebensgefährlichen
Gehirn- -haut-entzündung (der schwersten
Masernkomplikation) ins Krankenhaus eingeliefert,
insgesamt mehr als 160 kleine Patienten mussten
stationär behandelt werden.
typ. Hauterscheinungen bei Masern
Zeitungsmeldung
74
Impfungen
Impfkritik Beispiel Masern

Masernkomplikation SSPE (Hirnschnittpräparat)
SSPE-Patient
75
Impfungen
Impfkritik Beispiele Masern, Mumps, Polio
Ungefähr bei jedem 1000. Masernkind
Komplikationen (Pneumonie, Hirnentzündung,
Mittelohrentzündung) bei ca. jedem 3000.
Masernkind ein bleibender Schaden von Gehirn und
Nervensystem (wie spastische Lähmungen,
Demenz) und ca. jedes 5000. Masernkind stirbt.

Mumps
Komplikation bei Erkrankung
nach Impfung
Entzündung der Speicheldrüse 98 0,5
Bauchspeicheldrüse 2 bis 5 0,5
Hodenentzündung bei Jugendlichen   und erwachsenen Männern 20 bis 50 1/1.000.000
Meningitis 15 1/1.000.000
Taubheit 1/20.000 0
Spätfolge der Kinder lähmung Post-Polio-Syndrom
PPS
76
Impfungen
Impfkritik Beispiel Röteln
(eine mittlerweile verkannte
Erkrankung )
bei Erkrankung nach Impfung
Gelenkbeschwerden bei Frauen 40 bis 70, anhaltend 12 bis 26, meist kurz und schwach
Enzephalitis 1/6000 0
Verminderung der Blutplättchen 1/3000 1/30.000 bis 1/50.000
Rötelnembryopathie bei Infektion in der Schwangerschaft gt 60 (ohne Totgeburten) 0
Symptomatik


Röteln schwere Hörminderung (Innenohrtaubheit
möglich)
77
Impfungen
Impfkritik Beispiel Röteln
Röteln Impfschutz gesellschaftliche Aufgabe
_______________

soziale
Verantwortung_____________________
Gefährlichste Röteln-Komplikation eine
Infektion, auch eine unbemerkte, der Mutter
während des ersten Drittels der Schwangerschaft
hohes Risiko, dass das Ungeborene schwere
Schädigungen und Missbildungen zurückbehält
Risiko im ersten Schwangerschaftsmonat 50, im
zweiten 20, im dritten 4.
Folgen der
"angeborenen Röteln" sind schwere
Augenschäden,
Taubheit, Herzfehler, zu kleiner
Kopf
(Mikrozephalie) weitere Organschäden. In

späteren Jahren treten noch Schäden an den

endokrinen Drüsen (Schilddrüsenunterfunktion,

Diabetes mellitus und andere) hinzu.


Röteln, schwerer Visusfehler grauer Star
78
Impfungen
Impfkritik weitere Beispiele
Sterbefälle durch einige impfpräventable
Erkrankungen (Statistisches Bundesamt,
Todesursachenstatistik)
1980 1990 1998 Gesamt
264 244 237 Masern
23 1 2 Mumps
4 3 Röteln
0 1 0 Hepatitis B
105 132 158 53 (akut)
Pertussis 8 8 0
Diphtherie 2 1
2 Tetanus 12 8
4 Meningokokken 114 89 68
ohne Hep-B-Tote 159 gt 79 - 80
hustenbedingter Erstickungsanfall bei Pertussis


Röteln Augenschäden
79
Impfungen
Impfkritik weitere Beispiele

NL Tetanusschutzimpfungsprogramm ab 1962
80
Impfungen
Impfkritik weitere Beispiele

Rachenbeläge bei Diphtherie, Toxine lassen den
Hals zuschwellen
Einblutungen im am Auge bei Keuchhusten,
ausgelöst durch schwere Hustenanfälle
81
Impfungen
Impfkritik Fazit
Faustregel (am Bsp. Masern) bei
STIKO-empfohlener Impfung in etwa 11.000.000
Impffällen eine schwere Komplikation bei den
entsprechenden Wildformen der Erkrankungen in ca.
11.000 Krankheitsfällen eine schwere
Komplikation

If you dont like the vaccine,
try the disease
82
Impfungen
Weiterführendes
?
Literatur Impfen schützt - ärztlicher Ratgeber
für Fernreisende. Verlag J.Fink, Ostfildern
ISBN 3-7718-1075-2 Ulrich Heininger Handbuch
Kinderimpfung. Hugendubel-Verlag, Kreuzlingen
2004 ISBN 3-7205-2496-5 Schutzimpfungen von
Reiner Thomssen, C.H.Beck, ISBN 3406447759 Der
kritische Impfratgeber von Gabi Hoffbauer, Knaur,
ISBN 3426669021 Impfungen für Kinder - großer
Schutz für kleine Schätze von Prof. Dr. med Heinz
J. Schmitt, Verlag im Kilian ISBN 3932091434
Heinz Spiess, Ulrich Heininger (Hrsg.)
Impfkompendium. 6. Auflage. Georg Thieme Verlag,
Stuttgart und New York 2005, ISBN 3-13-498906-9
Schutzimpfungen im Dialog von Dr. med. Ute
Quast und Dr. med. Sigrid Ley, VERLAG im KILIAN,
(3.Auflage) ISBN 3-932091-41-8

83
Impfungen
Weiterführendes
?
weblinks kindergesundheit-info.de

Impfung,
Infektionskrankheiten, Immunisierung, Impfstoffe,
Impfreaktionen, Impfkalender Das unabhängige
Informationsangebot der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Impfung und
Impfberatung online beim Deutschen Grünen Kreuz
(www.dgk.de) Empfehlungen zu Reiseimpfungen der
Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und
Internationale Gesundheit e.V.

84
Impfungen

(k)eine Zukunftsvision ?
85
Impfungen
Impfempfehlungen (STIKO)

(k)eine Zukunftsvision ?
MMR 2x
86
Impfungen
Impfempfehlungen (STIKO)
Impfung gegen Empfehlung der STIKO
Cholera nur im Ausnahmefall auf Verlangen eines Ziel- oder Transitlandes bei Reisen
Diphtherie !! Standard für Kinder ab 2 Monaten, Auffrischung für Erwachsene alle 10 Jahre
FSME Exponierte zu Zecken in FSME-Risikogebieten (Forstarbeiter u.a.)
Gelbfieber bei Reisen in gefährdete Gebiete (tropisches Afrika, Südamerika)
Haemophilus influenzae Typ b !! Standard für Kinder ab 2 Monaten Personen mit anatomischer oder funktioneller Asplenie
Hepatitis A Risikogruppen Gefährdetes Personal (Gesundheitsdienst, Forschung, Kanalisation u.a.)
Hepatitis B !! Standard für Kinder ab 2 Monaten Risikogruppen Gefährdetes Personal in Gesundheitsdienst
Influenza Personen über 60 Jahre Personen mit geschwächtem Immunsystem Personen mit chronischen Erkrankungen
Masern !! Standard für Kinder ab 11 Monaten
Meningokokken-C !! Standard für Kinder ab 12 Monaten Personen mit geschwächtem Immunsystem Gefährdetes Personal (Labor, Entwicklungszusammenarbeit u.a.) Jugendliche mit Langzeitaufenthalt in gefährdeten Ländern
Mumps !! Standard für Kinder ab 11 Monaten

87
Impfungen
Impfempfehlungen (STIKO)
Keuchhusten !! Standard für Kinder ab 2 Monaten, Auffrischung mit 5-6 Jahren, und zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr.
Pneumokokken !! Standard für Kinder ab 2 Monaten bis 2 Jahren Personen über 60 Jahre Personen mit geschwächtem Immunsystem
Poliomyelitis !! Standard für Kinder ab 2 Monaten / u. U. Auffrischung
Röteln !! Standard für Kinder ab 11 Monaten
Tetanus !! Standard für Kinder ab 2 Monaten, Auffrischung für Erwachsene alle 10 Jahre und ggf. im Verletzungsfall
Tollwut Personen mit Umgang von Tieren in Gebieten mit Wildtiertollwut (Tierärzte, Jäger, Forstpersonal u.a.)
Tuberkulose derzeit nicht empfohlen
Typhus Bei Reisen in Endemiegebiete
Windpocken !! Standard für Kinder ab 11 Monaten Seronegative Personen bei Indikation (Organtransplantation, Kinderwunsch bei Frauen u.a.) Seronegatives Personal im Gesundheitswesen

Pocken keine Wildkrankheit mehr aufgetreten bzw.
bekannt geworden erfolgreiche globale
Impfstrategie
88
Impfungen

89
Impfungen
Die Erkrankungen der empfohlenen Impfungen -
Auswahl (u.a. so genannte Kinderkrankheiten) -

Masernvirus Elektronenmikroskopische
Aufnahme Bild CDC/ Cynthia S. Goldsmith William
Bellini, Ph.D
90
Impfungen
Diphtherie Lebensgefährliche, hochansteckende
Erkrankung d.oberen Atemwege,
durch Gift des Diphtherie-Bakteriums
(Corynebakterium diphtheriae) hervorgerufen, hieß
früher Würgeengel der Kinder (bei jungen
Menschen viele Opfer),
Schleimhautschwellung Beläge im Rachen Luftnot
(führte oft zum Tode), Schäden im Gehirn oder am
Herzen als Komplikationen.
Seit Impfung in Deutschland
selten geworden, neben der Impfung trug auch die
Verbesserung der hygienischen Verhältnisse dazu
bei. Noch sehr häufig in verschiedenen
Reiseländern besonders betroffen die Staaten
der ehemaligen UdSSR. Kinder in D i.a. guter
Impfschutz, 60 der 30-40jährigen unzureichend
geschützt. Die Diphtherie-Impfung wird von der
Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Kinder
und Erwachsenen empfohlen und muss regelmäßig
aufgefrischt werden. (Totimpfstoff Toxin
aktive Impfung meist Kombinationsimpfung)

91
Impfungen
Diphtherie

Corynebakterium diphtheriae
Diphtherie Würgeengel der
Kinder
Rachenbeläge bei Diphtherie, Toxine lassen den
Hals zuschwellen
92
Impfungen
FSME Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME)
entzündliche Erkrankung des
Gehirns u./o. der Hirnhäute, durch das FSME-Virus
ausgelöst, Virus (v.a.
von März - November durch Zeckenbisse übertragen,
Erreger befinden sich in
den Speicheldrüsen der Zecke und werden sofort
beim Stich-Biss in die Wunde übertragen,

tritt nur in bestimmten Gebieten auf (in D
zB Bayerischer Wald, Schwarzwald Odenwald
wandert nordwärts!, außerhalb D v.a. Österreich
Osteuropa). Nach Ausbruch Therapie sehr
schwierig,
Impfung wird allen Menschen in
virusverseuchten Regionen Reisenden
empfohlen. (Totimpfstoff, aktive Impfung, ab
1.Lj. möglich
passive Impfung bis max. 4 Tage nach Stich
möglich, aber erst ab 14.Lj.) PS. abzugrenzen
Borelliose (bakterielle Erkrankung, unbedingt
Antibiose)

93
Impfungen
FSME

FSME-Virus
Ixodes ricinus Gemeiner Holzbock (Schildzecke)
FSME-Virus Verbreitung Europa
94
Impfungen
Haemophilus influenzae Typ b (Hib) Bakterium,
bei Kindern lebensgefährliche entzündliche
Erkrankungen im HNO-Bereich,


- nicht verwechseln m. (Para-)
Influenza-Viren (Pseudo-Krupp, echte Grippe
Influenza) -

gefürchtete Komplikationen
Kehldeckelentzündung (Epiglottitis, Erstickung),
eitrige Hirnhautentzündung (trotz Behandlung
können Hörschäden und Entwicklungsstörungen
bleiben, manchmal auch tödlich),
schwere Infektionen in den ersten
fünf Lebensjahren am häufigsten,
50 Hib-Hirnhautentzündungen im
1.Lj. Problem einige Hib-Stämme resistent gg.
Antibiotika / Behandlung versagt, deswg. Impfung!
(Totimpfstoff, aktive Impfung, meist
Kombinationsimpfung)

95
Impfungen
Haemophilus influenzae Typ b (Hib)

Hib-Bakterium
Hib-Infektion Kind m. Gesichtsschwellung
Sekundäre Vaskulitis DIC mit Gangrän
der Hand bei Hib-Septikämie
Epiglottitis bei Hib Kehldeckelschwellung
96
Impfungen
Hepatitis B Entzündung der Leber
(Leistungsschwäche, Übelkeit, Druckschmerzen
im Oberbauch) durch das hochansteckende
Hepatitis B-Virus (HBV),
durch
Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma oder
Vaginalschleim übertragen (schon Benutzen einer
Zahnbürste eines Hep.B-Kranken führt zur
Ansteckung. Erkrankungsverlauf akut od. chronisch
(akute Form 90 heilt innerhalb 6 Monaten
aus chron. Form 10 nicht), lebenslange
Schäden möglich, Neugeborene können sich
während der Geburt bei ihrer Mutter anstecken
(sofortige Impfung nach der Geburt kann meist
Ausbruch beim Säugling verhindern) Gefahr der
Entwicklung von Leberzirrhose krebs. 5 - 7
der Weltbevölkerung chronisch infiziert (300 -
420 Mio Menschen), in D 0,6 der
Bevölkerung.

(Totimpfstoff, aktive Impfung, meist
Kombinationsimpfung Impftiterbestimmung) PS
Hep-A-Impfung ebenfalls möglich, Hep-C-Impfung
nicht.

97
Impfungen
  • Hepatitis B
  • Impfung seit 1995 für alle Säuglinge, Kinder und
    Jugendliche empfohlen.
  • Weiterhin für folgende Risikogruppen
  • - Personen mit Blut-Kontakt (zB med. zahnmed.
    Personal, Personal und Patienten in psychiatr.
    Einrichtungen / Behindertenwerkstätten,
    Ersthelfer, Polizisten, Drogenabhängige,
    Sozialarbeiter, Gefängnispersonal mit Kontakt zu
    Drogenabhängigen, Dialysepatienten, Patienten,
    denen häufig Blut übertragen wird, Patienten vor
    ausgedehnten chirurgischen Eingriffen),
  • - Personen mit Kontakt zu chron. Hep-B-Kranken in
    Familie / Gemeinschaft (zB in
    Kindergärten/heimen, Pflegestätten,
    Schulklassen, Spielgemeinschaften,
  • - Personen mit häufig wechselnden
    Sexualkontakten,
  • - Reisende, die sich längere Zeit in Ländern mit
    hoher Durchseuchung aufhalten oder engen Kontakt
    zur einheimischen Bevölkerung haben,
  • - chronisch Leberkranke HIV-Positive ohne
    Hep-B-Antikörperschutz


98
Impfungen
Hepatitis B

Hep.B-Virus
Chron. Hep. B Verbreitung
Hep. B Leberkrebs m. aufgetriebenem Bauch
(Ascites)
99
Impfungen
Pertussis (Keuchhusten) quälende, langwierige
Atemwegserkrankung m. schweren, krampfartigen
Hustenanfällen (Erstickungsanfälle, vereinzelt
Tod), besonders für Säuglinge sehr gefährlich,


durch Keuchhusten-Bakterium (Bordetella
pertussis) ausgelöst,
oft Folge-Erkrankungen (Lungenentzündungen 20
, Krampfanfälle 3 , Hirnschäden 1 ),

gegen den
Keuchhusten selbst eigentlich keine
Therapie, Impfung für alle Kinder empfohlen (in
letzten Jahren Zahl der Erkrankungen in D
gestiegen weniger Eltern lassen ihre Kinder
impfen), empfohlen auch für Personal in
Pädiatrie, Infektionsmedizin, Gemeinschafts
einrichtungen (Vorschulalter) für über 18-Jähr.
mit Säuglings-Kontakt (zB Eltern, Großeltern),
Frauen m. Kinderwunsch sollten sich impfen
lassen. (azellulärer Totimpfstoff, aktive
Impfung, meist Kombinationsimpfung)

100
Impfungen
Pertussis (Keuchhusten)

Bordetella pertussis
Pertussis
Pertussis Hustenanfall
Einblutungen im am Auge bei Keuchhusten,
ausgelöst durch schwere Hustenanfälle
101
Impfungen
Kinderlähmung (Polio) Erreger
Poliomyelitis-Virus, äußerst infektiös, befällt
Nervenzellen (meist im
Rückenmark muskelinnervierende Zellen),

wenige Stunden nach Ansteckung besteht schon
Infektiosität, meist
leichter Verlauf mit Durchfall

aber in 1 Lähmungen (Arme, Beine, Atmung)
oder Gehirnschäden, Erwachseneninfektion
Komplikationen häufiger, Einführung der
Schluckimpfung 1962 früher häufige Polio fast
vollständig zurückgedrängt,

aber Fernreisende
können Polio einschleppen, Geimpfte schützen
nicht nur sich selbst, sondern auch andere!, 99
aller neuen Fälle in Nigeria, Ägypten, Indien
Pakistan, auch Afghanistan, Niger Somalia
betroffen), nicht
geimpfte Reisende Tröpfchen- oder
Schmierinfektion, auch über Toilettenanlagen
verunreinigte Lebensmittel Ansteckungsgefahr
(Totimpfstoff IPV / Spritze kein Schlucken
mehr ! aktive Impfung)

102
Impfungen
Kinderlähmung (Polio)

Poliovirus type 1 at 2.9 Angstroms resolution.
Hogle, Chow Filman, 1985
Polio-Folgen
Eiserne Lungen
Polio-Lähmung
103
Impfungen
Masern Masern-Virus (Morbilli-Virus) recht
ansteckend (Tröpfcheninfektion), weltweit
verbreitet, Infektion
der oberen Atemwege typischer rot-fleckiger
Hautausschlag, keine harmlose
Kinderkrankheit Immunsystem stark abgeschwächt,
dadurch häufig schwere bakterielle
Komplikationen auf (Mittelohrentzündung,
Bronchitis, Lungenentzündung, besonders
gefürchtet Hirnhautentzündung bei 11000 der
Fälle davon 1020 tot, 2030 bleibende
geistige Behinderung, v.a. Säuglinge, Erwachsene
und Abwehrgeschwächte betroffen), Impfen
empfohlen für alle Kinder, nicht geimpfte
Erwachsene, die in Kinder tagesstätten, heimen,
kliniken arbeiten, Personen, die
Immungeschwächte Krebspatienten betreut sowie
für alle Nicht-Geimpfte m. Masernkontakt
(Lebend-Impfstoff, 2 x aktive Impfung, meist
Kombinationsimpfung MMR
Erwachsene 1 Injektion, auch Kombi möglich
Masernkontakt Gesunde erhalten Aktivimpfung
innert 3 Tg., Abwehr geschwächte/chron. Kranke
Passiv-Impfung sofort)

104
Impfungen
Masern
Masernvirus Elektronenmikroskopische
Aufnahme Bild CDC/ Cynthia S. Goldsmith William
Bellini, Ph.D

Masern typischer Hautausschlag
schwere Komplikationen bei
ca. 11000
Erkrankungsfällen
und bei

ca. 11.000.000 Impffällen
Masern-Folge SSPE
105
Impfungen
Meningokokken (Hirnhautentzündung / Meningitis)
Meningokokken (Neisseria meningitidis
Bakterien), Tröpfcheninfektion, Meningitis
hohes Fieber, massive Kopfschmerzen,
Nackensteifigkeit, häufig bei
Kleinkindern Jugendlichen, in D ca. 700
Fälle/J. (ca. 50 Tote), geistige
Behinderungen/Lähmungen möglich gehört in
Entwicklungsländern (kinderreiche, arme
Bevölkerung) zu den häufigen Erkrankungen
(insbes. "Meningitis-Gürtel" Afrikas südl. d.
Sahara nördl. d. Äquators, von Ost- bis
Westküste sowie Südamerika Asien verschiedene
Meningokokken-Arten Tropen meist Unterart A
(Epidemien), Europa eher Untergruppen B (ca.
2/3) C (ca.1/4,zunehmend) ? einzelne Fälle,
gehäuft in Winter Frühjahr
immer ein Notfall Antibiotika wirkungsvoll,
Therapie muss sehr schnell erfolgen
(Komplikationsvermeidung) wenige Std.
entscheiden über Patienten-Schicksal !

106
Impfungen
Meningokokken (Hirnhautentzündung / Meningitis)
Impfung empfohlen seit Juli 2006 für alle
Kinder (ab 12. Lebensmonat möglich), Impfungen
schützen nur gegen Unterart C (Untergrp. B keine
Impfung), ohne Grundimmunisierung als Kind
Impfung auch für Reisende in Epidemiegebiete,
Menschen ohne Milz oder mit Immundefekten
Pilgerreisen nach Mekka Impfung
Voraussetzung für die Einreise. (Totimpfstoff
aktive Impfung) PS. ebenfalls eine
Hirnhautentzündung verursachen
Haemophilus-influenzae- und
Pneumokokken-Bakterien FSME-Viren

107
Impfungen
Meningokokken (Hirnhautentzündung / Meningitis)
Neisseria meningitidis

Meningokokken-Meningitis
Einblutungen in die Haut
Sektionspräparat mit mult. Einblutungen
Einblutungen in die Haut
108
Impfungen
Mumps (Ziegenpeter) Viruserkrankung, Entzündung
der Ohrspeicheldrüsen (Parotitis),
hochkontagiös, besonders betroffen Kinder ab 4.
Lj. Komplikationen Gehörschäden (eine der
häufigsten Ursachen für ein- oder beidseitige
Schwerhörigkeit bei Kindern), in 10 30
Hirnhautentzündung (bei Erwachsenen körperliche
Behinderung, sogar Tod möglich) bei Frauen in
seltenen Fällen Eierstockentzündung
(Unfruchtbarkeit möglich), Erkrankung während
der ersten 3 Schwangerschaftsmonate in 1/3
Fehlgeburt männl. Jugendliche/Erwachsene 20 -
30 Hodenentzündung (Sterilität mögl.).
Impfung empfohlen für alle Kinder Selbstschutz
UND Fremdschutz. Lebendimpfstoff, vereinzelt
Speicheldrüsen-Schwellungen für einige Tage, bei
gleichzeitiger Masernimpfung gelegentlich nach 1
- 2 Wo. leichte Masern symptome, bei 5 -10
Fieber, 5 Hautausschlag (sog. Impfmasern -
nicht ansteckend!) Lebendimpfstoff-Bedingungen
zu beachten aktive Impfung Vorsicht bei
Hühnereiweiß-Allergie!

109
Impfungen
Mumps (Ziegenpeter)
Mumps-Virus

Beidseitige Schwellung von Parotis und
Unterkieferspeicheldrüse bei Mumps
Schwellung durch Entzündung der Ohrspeicheldrüse
(Parotis)
NHS Schottland Rückgang Fälle seit Impfung
110
Impfungen
  • Pneumokokken (Lungenentzündung / Pneumonie,
    Hirnhautentzündung / Meningitis,
    Mittelohrentzündung / Otitis media)
  • Bakterien -

    junge, gesunde Menschen i.
    d. R. keine Komplikationen,
    ältere Menschen, Erwachsene
    Kinder mit Vorerkrankungen oder Abwehrschwäche
    evtl. tödliche Bedrohung,
  • Impfung für alle Kinder empfohlen, ab dem 2.
    Lebensmonat möglich
  • ohne Grundimmunisierung im Kindesalter (alle 5 J.
    Auffrischung)
  • alle über 60 Jahre,

    - Kinder, Jugendliche
    Erwachsene mit chron. Erkrankungen
    (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenleiden
    Asthma oder Bronchitis, Stoffwechselerkrankungen
    (zB Diabetes mellitus), Leber-
    Nierenerkrankungen, Organtransplantierte,
    Milz-Resezierte, HIV-Infizierte,
    Leukämiepatienten).
  • (Totimpfstoff, aktive Impfung)


111
Impfungen
Pneumokokken (Lungenentzündung / Pneumonie,
Hirnhautentzündung / Meningitis,
Mittelohrentzündung / Otitis media)

Pneumokokken
Lobärpneumonie im 6. Segment li. durch Pneumo
kokken m. Einschmelzung
Spiegelbildung (Pfeile)
akute Otitis media
112
Impfungen
Röteln Virale Erkrankung, Tröpfcheninfektion via
Husten, Niesen, Sprechen für
Kinder meist harmlos (50 aller infizierten
Kinder ohne Krankheitszeichen), alle Infizierten
sind infektiös (also Ansteckungsquelle für
andere) typische Symptome Beginn m. leichter
Atemwegsinfektion, später typische auffällige
Hautrötung (meist im Gesicht) für 2 bis 3
Tage Erwachsene vereinzelt Gelenkschmerzen,
Komplikationen sind Entzündungen d. Rückenmarks
d. Sehnervs (16000) sowie Hirnhautentzündung
(120.000) ACHTUNG bei Schwangerschaft
Ungeimpfter Infektion für die Frau harmlos, aber
Fötus stark bedroht ! Röteln verursachen beim
Ungeborenen schwere Schäden in gt60
Augenschäden, Herzfehler, Hirnschaden, Taubheit
(Röteln embryopathie), wenn Infektion während
des 1.-3. Schwangerschaftsmonats
8 der Frauen in D
ohne ausreichenden Impfschutz ? jedes Jahr 50 -
100 Geburten von Kinder mit Rötelnembryopathie !

113
Impfungen
Röteln Impfung für alle Kinder empfohlen (?
Selbst- UND Fremdschutz) als Kleinkind nicht
geimpfte Mädchen Impfung 11. - 16. Lj.,
Vorbeugung einer Erkrankung während späterer
Schwangerschaft (Lebendimpfstoff Bedingungen
zu beachten aktive
Impfung Vorsicht bei
Hühnereiweißallergie)

Folgen der Röteln-Embryopathie
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Impfungen
Tetanus (Wundstarrkrampf) schwere Erkrankung d.
Nervensystems durch Gift d. Tetanus-Bakteriums
(Clostridium tetani) Muskulatur d. ges. Körpers
verkrampft , im Verlauf Sprechen nicht mehr
möglich, Atmung setzt aus,

weltweit sterben im Erkrankungsfall mind. 50
!
Erreger weltweit praktisch überall
vorhanden
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