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Kein Folientitel

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Title: Kein Folientitel Author: Neo Last modified by: Notebook Created Date: 4/1/2001 1:32:39 PM Document presentation format: Bildschirmpr sentation – PowerPoint PPT presentation

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Date added: 21 May 2020
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Transcript and Presenter's Notes

Title: Kein Folientitel


1
Zum Stand der Umsetzung der EU Richtlinie zur
Einführung des Handels mit Treibhausgasemissionen
von Dipl. Volksw. Dipl. Betriebsw. Franzjosef
Schafhausen Ministerialrat im Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit,
Berlin anlässlich des Arbeitsgesprächs zum
Emissionsrechtehandel veranstaltet
vom Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz
und Raumordnung des Landes Brandenburg am 5. Mai
2003 in Potsdam
2
Die anspruchsvollen Klimaschutzziele
  • Kyoto-Protokoll
  • Kyotogase minus 5,2 Prozent 2008 2012
    gegenüber 1990
  • Europäische Union
  • Kyotogase minus 8 Prozent 2008 2012
    gegenüber 1990
  • Deutschland
  • CO2-Emissionen minus 25 Prozent bis 2005
    gegenüber 1990
  • Kyotogase minus 21 Prozent 2008 2012
    gegenüber 1990
  • Kyotogase minus 40 Prozent 2020 gegenüber
    1990, sofern sich die EU zu einem 30 Ziel
    verpflichtet

3
Die Instrumentenpalette wichtig für die
Äquivalenz zwischen Betroffenen und
Nicht-Betroffenen
  • Ordnungsrecht
  • Steuern und Abgaben - Preisregulierung
  • Zertifikatskonzepte Mengenregulierung
    (Emissionshandel)
  • Sonstige wirtschaftliche Anreize (staatliche
    Förderungsmaßnahmen wie Marktanreizprogramm
    erneuerbare Energien, neues KfW-Programm
    Klimaschutz im Gebäudebestand, EEG,
    KWK-Vorschaltgesetz, KWK-Ausbaugesetz)
  • Sonstige flankierende Maßnahmen (FE-Aktivitäten,
    Aus- und Fortbildung, Information und Beratung)
  • Nicht Instrument um des Instrumentes willen,
    sondern fairer Wettstreit der Instrumente! Ziel
    ist die Gestaltung eines möglichst
    widerspruchsfreien Maßnahmenbündels.

4
Die flexiblen Mechanismen
  • Die flexiblen Mechanismen
  • Klimarahmenkonvention (1992/1994) Kyotoprotokoll
    (1997)
  • Activities implemented jointly projektbezogen emi
    ssionsbezogen
  • Pilotphase ab 1995
  • Joint Implementation Clean Development emission
    s trading
  • Mechanism
  • Art. 6 Kyoto Protokoll Art. 12 Kyoto
    Protokoll Art. 17 Kyoto Protokoll
  • ab 2008 nutzbar ab 2000 nutzbar ab 2008
    nutzbar
  • zwischen Industrie- zwischen
    Industrie- zwischen Industrieländern
  • ländern ländern und
  • Entwicklungsländern

5
Der Emissionshandel Wie funktioniert er
eigentlich?
  • Festlegung einer insgesamt zulässigen
    Emissionsmenge (cap)
  • Aufteilung dieser gesamten Emissionsmenge auf die
    einzelnen Emittenten (Erstallokation der
    Emissionsrechte)
  • Formulierung von Rahmenbedingungen für einen
    transparenten und liquiden Markt und um
    Wettbewerbsbarrieren zu verhindern
  • Schaffung eines Monitoringsystems (ökologische
    Buchführung)
  • Ob, Wo, Wann und Wieviel Emissionen vermieden
    werden, entscheidet der Markt
  • Ergebnis Der Emissionshandel erlaubt das
    Ausnutzen von Kostendifferenzen zwischen den
    Emittenten.
  • Die führt zur optimalen Allokation knapper
    Ressourcen.

6
Der Stand in Brüssel
7
Der Vorschlag der EU-Kommission
8
Der Auslöser
  • Ergebnisse von Analysen Anfang 2000 Im business
    as usual Fall wird EU ihr Kyoto-Ziel weit
    verfehlen Statt minus 8 wird die EU bei plus 1
    landen
  • Es werden rund 400 Mio. t CO2-Äquivalente fehlen
    ( das entspricht dem gesamten Emissionsvolumen
    Spaniens Griechenlands im Jahre 1990)
  • Vorstellungen einer Sozialisierung der Leistungen
    CO2-mindernder MS (DK im Ministerrat Dezember
    2001)
  • Startschuss für das ECCP Nach Kosteneffizienz
    ausgewähltes Maßnahmenbündel
  • Emissionshandel kein Patentrezept, aber ein
    wichtiges Instrument (erfasst 46 der
    CO2-Emissionen der EU in 2010)
  • Derzeit Rückgang der bereits erzielten
    THG-Reduzierung ( 1999 minus
  • 4 - 2000 minus 3,5 )

9
Der ursprüngliche Vorschlag vom 23.10.2001
wenig gelitten
  • Verbindliches Konzept
  • Anlagenbezug bei Erfassung energieintensiver
    Sektoren (Hauptabgrenzungskriterium Anlagen mit
    einer Feuerungswärmeleistung von größer als 20
    MW)
  • (Anhang I) Abgrenzung angelehnt an die IPPC-RL
  • Prinzipiell alle Kyotogase Start mit
    Kohlendioxid (Anhang II)
  • Einführungsphase 2005 2007
  • Endgültige Phase 2008 2012
  • Aufstellung Nationaler Allokationspläne für
    alle Sektoren - Notifizierungspflicht
  • Allokationsmethode grandfathering
  • Allokationsregeln (Anhang III) Berücksichtigung
    der technischen Potenziale, von early action
    sowie des Bedarfs/Wachstums
  • Spürbare Sanktionsmaßnahmen

10
Der EU - Rat
11
Der Gemeinsame Standpunkt des
Umweltministerrates vom 9.12.2002 und 18.3.2003
  • Verbindliches Konzept ab 2008
  • Zwei Phasen 2005 2007 und 2008 2012
    (verbindliche Einführung)
  • Kostenlose Allokation bis 2012 möglich
    (grandfathering at least 90 )
  • opt out von Anlagen und Branchen 2005 2007
  • opt in von Anlagen, Branchen und anderen
    Treibhausgasen ab 2008
  • early action mit frühestem Basisjahr 1990
  • JI und CDM werden einbezogen weiterer
    RL-Vorschlag im Frühjahr 2003
  • banking möglich (Art. 13)
  • Kein Einheitspool und kein Zwangspool
    freiwillige Bündelung aber zulässig
  • Vetorecht der Kommission für den Nationalen
    Allokationsplan
  • AAUs nicht beliebig einzuschleusen

12
Deutsche Forderungen weitgehend erfüllt (nahezu
identisch mit der Position der Bundesregierung
und der AGE im September 2001)
  • Konditioniertes out-out in der Einführungsphase
    2005 2007 Herausoptieren bei Umsetzung
    alternativer Instrumente mit vergleichbaren
    klimaschutzpolitischen Ergebnissen
  • opt-in sowohl für weitere Treibhausgase sowie
    für Anlagen und Sektoren
  • Übernahme von Strukturelementen der Vereinbarung
    der deutschen Wirtschaft zur Klimavorsorge
    kollektive Beteiligung am EU-Emissionshandel
    die freiwillige Poollösung
  • Kostenlose Allokation 2005 2012 (at least
    90)
  • Berücksichtigung von early action frühestes
    Basisjahr 1990 (Deutsche Protokollerklärung)
  • Berücksichtigung von emission credits aus JI
    und CDM
  • banking möglich

13
Deutsche Forderungen weitgehend erfüllt (nahezu
identische Position der Bundesregierung und der
AGE im September 2001)
  • Verbindliches System ab 2008
  • AAU können nur kontrolliert eingeschleust werden
  • Wettbewerbskontrolle (Missbrauchsaufsicht) durch
    die Kommission

14
Das EU - Parlament
15
Beschlüsse des EU-Parlaments vom 10. Oktober 2002
zur Änderung des RL-Entwurfs I
  • Zentrales Anliegen
  • Sicherstellen von nationalen Maßnahmen durch
  • Verhindern von Überallokation
  • Begrenzung von Emissionsgutschriften aus JI und
    CDM Projekten sowie aus nationalen
    Ausgleichsprojekten
  • 104 Änderungsanträge
  • Einbezug der Aluminiumindustrie und der
    Chemischen Industrie mit Anlagen, die ein
    Emissionsvolumen von 50.000 t/a überschreiten.
  • Hybrid-System 15 gegen Zahlung und 85
    grandfathering
  • CDM erst ab 2008

16
Beschlüsse des EU-Parlaments vom 10. Oktober 2002
zur Änderung des RL-Entwurfs II
  • JI und CDM ohne Senken und Kernenergie
  • opt out bis 2007 ja weitergehende
    Vorstellungen von opt out nein
  • Stillegungen (partiell und total) Einziehen der
    Emissionsrechte
  • Produktionsbezogene Emissionen weiter Gegenstand
    der Richtlinie
  • Sektoraler Ansatz und Poollösung abgelehnt
  • Abstimmung zwischen bereits wirksamen Maßnahmen
    (z.B. Steuern und Abgaben oder Selbstverpflichtung
    en) und dem Emissionshandel gefordert
  • Bonus für KWK
  • Einbezug von anderen Treibhausgasen von Beginn an
  • Aufkommen aus Sanktionen Steht MS zu und soll
    für klimaschutzpolitische Zwecke eingesetzt
    werden (Ankauf und Stillegung von
    Emissionsrechten bzw. Förderung von
    klimaschutzpolitischen Maßnahmen)

17
Der Berichterstatter 14 Änderungsanträge
bleiben!
  • Betonung des Vorrangs nationaler Maßnahmen
    Abblocken von JI und CDM bzw. Festlegung einer
    quantitativen Höchstgrenze (Anträge 1 und 10)
  • Einbeziehung weiterer Treibhausgase (Antrag 2, 9
    und 14)
  • Verhinderung der Überallokation (Antrag 3)
  • Einführung des Hybridsystems (5 der
    alloziierten Menge gegen Zahlung) (Antrag 4)
  • Änderung der Allokationskriterien des Annex III
    nur noch im Mitentscheidungsverfahren (Anträge 5
    und 7 )
  • Aufnahme weiterer Sektoren bereits ab 2005 /
    Begrenzung der Ausdehnung auf weitere THG (Antrag
    6)
  • Verzicht auf opt out 2005 2007 (Antrag 8)
  • Einbezug von Aluminiumhütten und der Chemischen
    Industrie (Anträge 12 und 13)

18
Absolute caps existieren Die Ziele von Kyoto
Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Europäische Gemeinschaft, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Monaco, Niederlande, Österreich, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Vereinigtes Königreich minus 8 Prozent
USA minus 7 Prozent
Japan, Kanada, Polen, Ungarn minus 6 Prozent
Kroatien minus 5 Prozent
Russische Föderation, Ukraine, Neuseeland plus/minus 0 Prozent
Norwegen plus 1 Prozent
Australien plus 8 Prozent
Island plus 10 Prozent
19
Absolute caps existieren Das EU burden sharing
Mitgliedsstaat Emissionen pro Kopf in 1990 in t burden sharing 2008 2012 Entwicklung 1990 - 2000 Differenz burden sharing Status
Belgien 13,6 - 7,5 6,2 - 12,7
Dänemark 13,5 - 21,0 - 1,2 - 19,8
Deutschland 15,1 - 21,0 - 18,9 - 2,1
Frankreich 9,5 0,0 - 1,7 1,7
Großbritannien 12,6 - 12,5 - 12,6 0,1
Griechenland 10,2 25,0 23,8 1,2
Irland 15,2 13,0 24,0 - 11,0
Italien 9,1 - 6,5 4,1 - 10,6
Luxemburg 36,9 - 28,0 - 45,1 17,1
Niederlande 14,0 - 6,0 3,1 - 9,1
Österreich - 13,0 3,1 - 16,1
Portugal 6,3 27,0 30,1 - 3,1
Schweden 8,1 4,0 1,7 2,3
Spanien 7,8 15,0 34,8 - 19,8
EU gesamt 11,4 - 8,0 - 3,5 - 4,5
20
Potentielle Käufer Potentielle Verkäufer
EU-Mitgliedsstaat THG-Emissionen 1990 THG-Emissionen 2000 Zielgröße Zielabweichung
Belgien 143,1 151,9 132,4 - 19,5
Dänemark 69,4 68,5 54,8 - 13,7
Deutschland 1222,8 991,4 966,0 - 25,4
Finnland 77,1 74,0 77,1 3,1
Frankreich 551,8 542,3 551,8 9,5
Griechenland 104,8 129,7 131,0 1,3
Irland 53,4 66,3 60,4 - 5,9
Italien 522,1 543,5 488,2 - 55,3
Luxemburg 10,8 5,9 7,8 1,9
Österreich 77,4 79,8 67,3 - 12,5
Portugal 65,1 84,7 82,7 - 2,0
Schweden 70,6 69,4 73,4 4,0
Spanien 286,4 386,0 329,4 - 56,6
United Kingdom 742,5 649,1 649,7 0,6
Niederlande 210,3 216,9 197,7 -19,2
21
Absolute caps existieren Die
Klimaschutzvereinbarung mit der deutschen
Wirtschaft
  • Klimaschutzvereinbarung vom 9. November 2000
  • Minderung der spezifischen CO2-Emissionen bis
    2005 um 28 (Basisjahr 1990) sowie Minderung der
    spezifischen Treibhausgasemissionen bis 2012 um
    35 (Basisjahr 1990)
  • Minderung der CO2-Emissionen bis 2005 um
    zusätzlich 10 Mio. t (Basisjahr 1998)
  • Minderung der Treibhausgasemissionen bis 2012 um
    zusätzlich 10 Mio. t (Basisjahr 1998)
  • KWK-Vereinbarung von Juni 2001
  • Minderung der CO2-Emissionen bis 2010 um
    insgesamt 45 Mio. t (Basisjahr 1998)

22

Einzelfragen
23
Der Weg zu den Emissionszertifikaten
  • Permits (Registrierung)
  • Standortspezifisch
  • Nicht transferierbar
  • Begründet Monitoring- und Berichtspflichten
  • Gibt Anforderungen vor, um allowances zu
    halten, damit die jährlichen Emissionen abgedeckt
    sind
  • Permit nicht übertragbar und nicht handelbar
  • Allowances
  • Zuteilung nach Maßgabe nationaler
    Allokationspläne durch Mitgliedsstaaten
  • Berechtigung zur Emission einer Tonne
    CO2-Äquivalente
  • EU-weit handelbar
  • Nachweis im Rahmen eines nationalen
    Buchführungssystems

24
Vereinbarkeit mit anderen Instrumenten
  • Emissionshandel und Selbstverpflichtung
    grundsätzlich vereinbar Grundlage für die
    Erstallokation Von der Wirtschaft im Rahmen der
    Klimaschutzvereinbarung selbst angebotenen 45 Mi.
    t CO2-Minderung bis 2010 (Basisjahr 1998)
  • Emissionshandel und Ökologische Steuerreform
    Differenzierung zwischen Beteiligten und Nicht
    Beteiligten
  • Emissionshandel und EEG
  • Emissionshandel und KWK G
  • Emissionshandel und IVU Ausmaß
    ordnungsrechtlicher Anforderungen an
    Treibhausgasemissionen und Energieeffizienz

25
Der Pool Einer für alle, alle für einen ?
  • MS können zulassen, dass Anlagenbetreiber einen
    Pool bilden.
  • Von den MS zugelassener Treuhänder
    gewährleistet Erfüllung der cap des Pools. Höhe
    der Beiträge und Maßnahmen werden intern
    geregelt.
  • Zwar keine anlagenbezogene Allokation issueing
    aber bottom up Festlegung der Pool cap
    (allocationg).
  • Statt der Anlagenbetreiber hält der Treuhänder
    die Gesamtheit der Emissionsrechte.
  • Die nach der RL den Anlagenbetreiber treffenden
    Pflichten (vor allem Registrierung, Monitoring,
    Sanktionen) finden entsprechend auf den
    Treuhänder Anwendung.
  • Anlagenbezogene permits
  • Anlagenbezogenes Monitoring und Verifizierung
  • Kommission hat Vetorecht

26
Der Nationale Allokationsplan Die strategische
Herausforderung
  • Zahlreiche betroffene Anlagen (gt 20 Mwtherm.) in
    energieintensiven Produktionszweigen Schätzung
    zwischen 3.000 und 4.000 Anlagen in Deutschland
  • große Heterogenität (Produktionszweige und
    Anlagen)
  • early action in sehr unterschiedlicher Ausprägung
  • Sehr unterschiedliche Branchentrends
  • Berücksichtigung des Kernenergieausstiegs
  • Ost-West-Problematik (Erneuerung des
    Kapitalstocks)
  • Zeitlich voneinander abweichende
    Investitionszyklen
  • Dies ist aber nicht völlig neu ähnliche Fragen
    stellten sich bereits bei der Entwicklung und
    Umsetzung der Selbstver-pflichtungserklärung der
    Deutschen Wirtschaft zur Klimavorsorge

27
Der Nationale Allokationsplan - Die
Anforderungen
  • Übereinstimmung mit den Anforderungen der
    Richtlinie
  • Transparenz
  • Praktikabilität
  • Politische und gesellschaftliche Akzeptanz
  • Dies heißt
  • Partizipation aller Akteure ( AGE)
  • Transparenz und Akzeptanz der Prämissen und
    Ausgestaltungsdetails (Konzept, Ausgangsdaten,
    Methodik)
  • Offenlegung der ökologischen und ökonomischen
    Effekte
  • Frühzeitige Festlegung des rechtlichen und
    institutionellen Rahmens
  • Antizipation der zeitlichen Rahmenbedingungen und
    der Umsetzungsoptionen

28
Ablauf und kritische Punkte
  • 1. Ebene Nationales Emissionsbudget
  • top Zusage SV, Politikszenarien III, IKARUS
  • down
  • 2. Ebene Sektorale Emissionsbudgets (Energie
    Industrie GHD Haushalte Verkehr
    Berücksichtigung einer Reserve)
  • bottom
  • up Umrechnung und Abgrenzung
    Branchenkonjunktur, technologische
    Entwicklung, Vermeidungskosten
  • 3. Ebene Anlagenbezogene Emissionsbudgets
  • historische Werte, spezifische Größen,
    benchmarking, pauschale Ansätze, Pools,
    Stillegungen, New entrants, KWK,
    Erfüllungsfaktoren

29
Entwicklung des NAP
  • Breit akzeptierte Grundregeln und Leitlinien
  • Basisdaten (historische Entwicklungen
    Referenzpfade technologische Trends
    Investitionszyklen Wachstumserwartungen)
  • Vermeidungsoptionen/-potentiale
    Vermeidungskosten
  • Branchenallokation
  • Anlagenbezogene Allokation
  • Wirkungsanalyse - Emissionen Transaktionen
    Investitionsausgaben Kosten

30
Systematische Entwicklung des NAP
  • NAP (burden sharing-Beitrag D minus 21 THG
    2008 2012)
  • Private Haushalte Verkehr
    Energiewirtschaft Produzierendes
    Kleinverbrauch Gewerbe
  • minus 45 Mio. t CO2-Emissionen
  • bis 2010 (Basisjahr 1998)
  • Nicht Anhang I Anhang I Anhang I Nicht
    Anhang I
  • Emissionshandel

31
Zu lösende Fragen I
Fragestellung Lösungsansätze
Anlagendefinition Abgrenzung, Abschneidegrenze, opt in, opt out, verbundene Anlagen
Mischfeuerungen Trennung zwischen fossilen und erneuerbaren Energieträgern, Emissionsfaktor Null, anzusetzende Emissionsfaktoren pauschal oder stichprobenbezogen -
prozessbedingte Emissionen Definition, Bewertung, Sicherung von Innovationen, Zuteilung von Zertifikaten
Stillegungen Einziehung von Zertifikaten, partielle und temporäre Stillegungen, Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen, Kapazitätsschwankungen
Anlagen-zusammenführung Übertragung von Zertifikaten
32

Fragestellung Lösungsansatz
Kraft Wärme - Kopplung Zuteilung von Zertifikaten pauschal oder einzelfallbezogen - , kleine KWK-Anlagen und BHKWs, sektorübergreifende Emissionsübertragung, Bündelung von Emissionsminderung
Nationale Reserve New entrants, Zielverfehlung, KWK, sektorüberschreitende Emissionstransfers
Aufsichtsrechtliche Fragen Wertpapiercharakter ?, geringer administrativer Aufwand vs. notwendige Kontrolle
33
Handlungsbedarf
34
Zu lösende Aufgaben I
  • Genehmigung nach Art. 4 (Genehmigungspflicht, Opt
    in / opt out, Genehmigungsvoraussetzungen,
    Verfahren, Pflichten)
  • Verifizierung der Emissionsberichte gemäß Art. 15
    (Emissionsberichtspflicht, VO-Ermächtigungen,
    Emissionsüberwachung, Berichterstattung,
    Verifizierung, Datenaufbewahrung)
  • Entgegennahme der Berichte, Prüfoption
    (Stichproben), Weiterleitung
  • Berichterstattung an die EU-Kommission
  • Zulassung der Verifizierer
  • Erstellung des nationalen Allokationsplans gemäß
    Art. 9
  • Entscheidung über die Reservebildung (Wofür
    verwenden? Woraus bilden? Statische oder
    dynamische Ausgestaltung?)
  • Zuteilung der Emissionsrechte gemäß Art. 11
  • Kontenführung/Register gemäß Art. 19

35
Zu lösende Aufgaben II
  • Überwachung der Rückgabe/Löschung der
    Emissionsrechte gemäß Art. 12 (Nachweispflicht,
    Stillegungen)
  • Feststellung von non compliance
  • Verhängung von Sanktionen
  • Feststellung des Veräußerungsverbots bei
    Verstößen gegen die Berichtspflichten gemäß Art.
    15
  • JI und CDM Einbindung
  • Errichtung einer Handelsplattform
  • Übergangsbestimmungen
  • Verordnungen (Anwendungsbereich,
    Allokationskriterien und regeln,
    Emissionsüberwachung und Berichterstattung,
    Verifizierung und Akkreditierung)

36
NAP Institutionelle Ausgestaltung
Aufgabe Akteur

Aufsicht (Genehmigung und Kontrolle) Staat
Verwaltung zuständige Stelle competent authority (Register Transaction log Inventare) Staat oder Übertragung auf Private
Handel Handelsplattform (elektronisch wie Strombörse) Privat (Börse(n), Handelsintermediäre, Makler, OTC-Handel)
Monitoring / Verfifizierung Staat/Private (akkreditierte Verifizierer
37
Alternative Umsetzungsmodelle
Pflichten nach der Richtlinie Zuständigkeit für Vollzug Zuständigkeit für Vollzug
Variante A Mitwirkung der Vollzugsbehörden nach BImSchG Variante B Zentrale Bundesinstanz
Genehmigung (Art. 4 7) Immissionsschutzbehörden ZEHS (Bundesbehörde oder zentral Beliehener)
Zuteilung, Übertragung, Löschung von allowances (Art. 10 13) ZEHS (Bundesbehörde oder zentral Beliehener) ZEHS (Bundesbehörde oder zentral Beliehener)
Überwachung, Berichterstattung (Art. 14) Immissionsschutzbehörden ZEHS (Bundesbehörde oder zentral Beliehener)
Verifikation (Art. 15 i.V.m. Anhang V) Sachverständige (Zulassung in Anlehnung an 26 BImSchG (Messstellen) order Art. 3 EG-UmweltauditVO, Wirtschaftsprüfer etc. Sachverständige (Zulassung in Anlehnung an 26 BImSchG (Messstellen) order Art. 3 EG-UmweltauditVO, Wirtschaftsprüfer etc.
Sanktionierung (Art. 16 Abs. 2 und 3) ZEHS (Bundesbehörde oder zentral Beliehener) ZEHS (Bundesbehörde oder zentral Beliehener)
38
Aufstellung des Mengengerüsts Das
Drei-Schritte-Konzept
  • Länder liefern anlagenscharfe Daten der
    Emissionserklärung 2000 an BMU nach Prüfung auf
    Plausibilität (Schritt 1)
  • BMU ermittelt anlagenbezogene CO2-Emissionen
  • BMU schreibt jeden der mehr als 4000
    Anlagenbetreiber an, teilt die ermittelten
    CO2-Emissionen mit, bittet um Überprüfung und
    gegebenenfalls zu begründende Korrektur sowie um
    ergänzende Angaben aus den Jahren 2001 und 2002
    (Schritt 2)
  • Anlagenbetreiber melden Daten zurück
  • Daten werden - gegebenenfalls unter Mitwirkung
    der Landesimmissionsschutzbehörden - auf
    Plausibilität geprüft (Schritt 3)
  • Daten werden der Ermittlung der Allokationsmenge
    zugrunde gelegt

39
Zeitplan auf EU-Ebene
  • 2003 Entwicklung und Abstimmung des NAP
  • 2003 Schaffung der rechtlichen und
    institutionellen Voraussetzungen
    zur Umsetzung der RL in nationales
    Recht
  • 30.9.2003 EU Guidelines Monitoring und Reporting
  • 31 12.2003 Umsetzung der Richtlinie in nationales
    Recht (EU15 und EU25)
  • 31.12.2003 Leitlinien über Allokationsregeln und
    Allokationskriterien
  • 31.3.2004 Notifizierung und Veröffentlichung des
    NAP
  • u.U. Veto der Kommission
  • Überarbeitung und erneute Vorlage
  • Zustimmung und Umsetzung
  • 1.1.2005 Start des Emissionhandels
  • opt out opt in JI/CDM IET
  • 2006 2007 Überprüfung und ggfls. Modifizierung
    (review clause)

40
Derzeitige Strukturen
  • Task forces im BMU und BMWA
  • AGE mit ihren vier UAGn
  • BMU - Projekt Erarbeitung des NAP
    (Öko-Institut, DIW, ISI)
  • BDI Projekt Erarbeitung des NAP (RWI)
  • Projekt Rechtliche Evaluierung (ecologic)
  • Einzelprojekte in den Ländern (Hessen,
    Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bayern,
    Baden-Württemberg)
  • EU-Kommission Vorbereitung der JI und
    CDM-Regeln, Leitlinien für die Allokation, das
    Monitoring und die Verifizierung Entwicklung
    eines Registrierungssystems
  • Parlament Vorbereitung der zweiten und dritten
    Lesung mit dem Ziel der Verabschiedung noch vor
    der Sommerpause

41
Ökonomische Vorteile
42
Ökonomische Vorteile
  • Europäische Kommission
  • Energiewirtschaft 1.084 Mio. Euro oder 33
    günstiger
  • andere Energieerzeuger 599 Mio. Euro oder 29
    günstiger
  • Industrielle KWK 485 Mio. Euro oder 38
    günstiger
  • Eisen und Stahl 209 Mio. Euro oder 50
    günstiger
  • Zement, Glas, Keramik 31 Mio. Euro oder 38
    günstiger
  • Papier und Zellstoff 2 Mio. Euro
    oder 36 günstiger
  • British Petrol
  • Einsparungen im Zeitraum 1998 2001 insgesamt
    500 Mio.
  • Einsparungen gegenüber dem alternativen
    Einsatz von Ordnungsrecht oder Steuern
  • und Abgaben unter der Prämisse gleicher
    CO2-Minderungswirkungen

43
Ergebnisse GETS3 (Simulationsprojekt eurelectric
unter Beteiligung von E.on AG und RWE AG)
  • Politik ohne Emissionshandel verfehlt
    Klimaschutzziel und führt im Vergleich zu einer
    anderen Instrumentierung zu den höchsten Kosten
    der Implementierung
  • Emissionshandel unter Beteiligung aller
    Wirtschaftssektoren innerhalb der EU reduziert
    die Vollzugskosten um 80 Mrd. EURO gegenüber
    einer alternativen Klimaschutzpolitik
  • Ausstieg wichtiger EU-Mitgliedsstaaten führt zu 6
    8 fach höheren Vollzugskosten
  • Einführung eines limitierten Emissionshandels
    (concrete ceiling) lässt die Vollzugskosten
    radikal ansteigen

44
Kosten alternativer Instrumente
  • Vollzug der Klimaschutzvereinbarung der Deutschen
    Wirtschaft vom 9. November 2000 verursacht
    Investitionsausgaben im Zeitraum 2000 bis 2012 in
    Höhe von 35 50 Mio. EURO (Quelle Schreiben des
    BMF an die EU-Kommission)
  • Bezogen auf die von der Wirtschaft zugesagte
    Minderung der Treibhausgasemissionen von 45 Mio.
    t bis 2010 (Basis 1998) errechnen sich hieraus
    spezifische Investitionsausgaben von 780 1.100
    EURO/t CO2äquiv
  • Unter Berücksichtigung der Betriebs- und
    Wartungskosten und einer Abschreibungsdauer von
    15 20 Jahren ergeben sich daraus
    THG-Minderungskosten von 75 110 Euro/t CO2äquiv
  • Der maximale Zertifikatspreis im Rahmen eines
    EU-weiten Emissionshandels (d.h. ohne Öffnung für
    JI und CDM) wird auf 20 33 EURO/t CO2äquiv
    geschätzt andere Schätzungen gehen von deutlich
    niedrigeren Zertifikatspreisen aus

45
Fairer Wettstreit der InstrumenteWas sagt die
IGBCE-Studie?
  • Zwischenergebnis Frühjahr 2002 Wachstumseinbuße
    und Jobverluste vorhergesagt
  • Grund. Unglückliche Auswahl der Prämissen.
    Sensitivitätstest mit günstigeren Prämissen fand
    nicht statt kein grandfathering und
    Emissionspreis von 30 Euro/t CO2äquiv
  • Endgültiges Ergebnis deutlich positiver für den
    Emissionshandel
  • - Erwarteter Zertifikatspreis nicht 30 Euro/t
    CO2äquiv, sondern lediglich 5 15 Euro/t
    CO2äquiv
  • - Kosten der Klimaschutzvereinbarung der
    deutschen Wirtschaft 100 Euro/t CO2äquiv
  • Ergebnis Der Emissionshandel braucht den fairen
    Wettbewerb nicht zu fürchten. Ganz im Gegenteil!

46
Die Chancen
  • Verlässlichkeit durch Fixierung der caps in
    rechtlich verbindlichem NAP
  • Zuweisung klarer Verantwortlichkeiten
  • Kostenkappung durch Zertifikatspreis
  • Anstoßen eines systematischen Such- und
    Innovationsprozesses

47
Ständige Informationen
Um die Ergebnisse der Arbeiten der Nationale
Emissionshandels-gruppe (Arbeitsgruppe
Emissionshandel zur Bekämpfung des
Treibhauseffekts AGE -) der breiten
Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen
informiert das Bundesumweltministerium auf seiner
homepage unter Emissionshandel zur Bekämpfung
des Treibhauseffekts über den jeweils aktuellen
Stand. Hier sind auch die in der Gruppe bereits
abgestimmten Dokumente abzurufen. Ziel ist der
Anstoß eines breiten Diskussionsprozesses. http/
/www.bmu.de
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